Unser Private-Banking-Angebot: Serie Generationenmanagement
Vorsorgen bringt Klarheit und Sicherheit für die gesamte Familie. Rechtliche, medizinische, finanzielle und erbrechtliche
Aspekte sollen berücksichtigt werden. Vorsorgen: davon profitieren alle
Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder ein plötzlicher Todesfall können jede Familie unerwartet treffen. In solchen Situationen sind bereits vorliegende Entscheidungen von unschätzbarem Wert. Wer frühzeitig vorsorgt, behält die Kontrolle über persönliche, medizinische, finanzielle und erbrechtliche Angelegenheiten – und entlastet zugleich seine Angehörigen in ohnehin schwierigen Zeiten.
Eine gute Vorsorge basiert auf vier zentralen Elementen – den sogenannten „4 Säulen der persönlichen Vorsorge“. Unser Private Banking unterstützt Sie gemeinsam mit erfahrenen Rechtsexperten dabei, diese wichtigen Themen strukturiert und rechtssicher umzusetzen. Dabei steht stets Ihr individueller Bedarf im Mittelpunkt – mit dem Ziel, Ihre persönliche und finanzielle Selbstbestimmung zu wahren und Ihre Familie bestmöglich abzusichern.
In dieser und in den folgenden Ausgaben unseres Kundenmagazins möchten wir Ihnen die vier Säulen der persönlichen Vorsorge im Detail vorstellen und unsere Erfahrungen als Finanzdienstleister an Sie weitergeben. Zum Auftakt haben wir mit zwei Experten für Generationenberatung aus dem Private Banking der KD-Bank gesprochen. Im Interview erläutern Mike Booken und Matthias Birke, warum Vorsorge jeden betrifft, welche typischen Irrtümer es gibt und wie Sie Schritt für Schritt zu mehr Klarheit und Gelassenheit gelangen können.
Herr Birke, Sie sprechen oft von den „4 Säulen der persönlichen Vorsorge“. Was genau meinen Sie damit?
Matthias Birke: Diese vier Säulen sind die wichtigsten Bausteine, um im Ernstfall selbstbestimmt zu bleiben und die Familie zu entlasten. Dazu gehören: erstens die Vorsorgevollmacht, um rechtlich handlungsfähig zu bleiben, zweitens die Patientenverfügung, um medizinische Wünsche verbindlich festzulegen, drittens die Regelungen zur Zeit der Pflege und zum Elternunterhalt, um finanzielle Verantwortung und Organisation zu sichern, und viertens das Testament, um den letzten Willen eindeutig zu gestalten und Streit zu vermeiden. Die Säulen decken die rechtlichen, medizinischen, finanziellen und erbrechtlichen Aspekte ab.

Warum ist Vorsorgen so wichtig – betrifft das nicht eher ältere Menschen?
Matthias Birke: Tatsächlich betrifft es jeden Erwachsenen. Die Mehrheit der Deutschen hat keine Vorsorgevollmacht und auch keine Patientenverfügung. Wenn plötzlich etwas passiert, kann die Familie ohne eine Vorsorgevollmacht nicht automatisch Entscheidungen treffen. Dann setzt das Gericht einen Betreuer ein – und das ist oft jemand Fremdes. Wichtige Fragen werden von Dritten entschieden.
Können Sie uns erläutern, was passieren kann, wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt?
Mike Booken: Stellen Sie sich vor, Sie sind nach einem Unfall länger bewusstlos oder vorübergehend geschäftsunfähig. Ohne Vollmacht darf selbst Ihr Ehepartner keine Verträge für Sie unterschreiben, keine Bankgeschäfte erledigen oder mit Ärzten sprechen. Eine Vorsorgevollmacht legt verbindlich fest, wer in solchen Situationen in Ihrem Namen handeln darf – und erspart Ihrer Familie den Weg über das Betreuungsgericht.
Und warum ist eine Patientenverfügung dringend erforderlich?
Mike Booken: Die Patientenverfügung legt fest, welche Behandlungen Sie wünschen oder ablehnen, wenn Sie selbst nicht mehr sprechen beziehungsweise handeln können. Ohne eine solche Verfügung müssen Ärzte und Angehörige spekulieren, welche Behandlungen Sie akzeptieren würden. Das kann zu Unsicherheiten und Konflikten führen.

Haben Sie ein Beispiel?
Mike Booken: Viele Menschen haben klare Vorstellungen davon, welche medizinischen Maßnahmen in Notsituationen oder am Lebensende für sie infrage kommen oder nicht. Wenn diese Wünsche nicht schriftlich festgehalten sind, müssen Ärzte und Angehörige dies entscheiden – oft unter großem Druck. Eine Patientenverfügung hilft dabei, dass Ihr Wille respektiert wird – etwa, wenn Sie lebensverlängernde Maßnahmen wünschen oder ablehnen, wie Sie zu Schmerzbehandlung und künstlicher Ernährung stehen.
Herr Birke: In der Grafik ist auch von „Zeit der Pflege und Elternunterhalt“ die Rede. Was bedeutet das?
Matthias Birke: Das betrifft die finanzielle Vorsorge, also die Frage, wie Pflege organisiert und bezahlt wird oder wie man seine Familie im Fall von Pflegebedürftigkeit entlastet. Wer die Finanzierung von Pflege frühzeitig regelt, kann Streit, Bürokratie und Kosten vermeiden. Ein Pflegefall in der Familie stellt nicht nur emotional, sondern auch organisatorisch und finanziell eine große Herausforderung dar. Auch Fragen zum Elternunterhalt –
also wer im Pflegefall für die Kosten aufkommen muss – lassen sich mit durchdachter Planung rechtzeitig klären.
Ein Testament verfassen: Warum ist das so wichtig?
Mike Booken: Ihre „Letzter Wille“-Regelung“ hilft, Erbstreitigkeiten und unnötige Steuern zu vermeiden. Viele unterschätzen, wie viel Chaos entstehen kann, wenn kein Testament vorliegt. Das belastet die Familie oft jahrelang. Ohne Testament tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft – oft mit unerwünschten Folgen. So kann es passieren, dass entfernte Verwandte miterben oder dass der überlebende Ehepartner finanziell nicht ausreichend abgesichert ist.

Herr Booken, aus Ihrer Erfahrung – was sind die größten Irrtümer in Sachen Vertretungsrechte und rechtliche Rahmenbedingungen?
Mike Booken: Ein Irrtum ist eine Aussage, die mir oft in Beratungssituationen begegnet: „Meine Frau kann mich doch vertreten.“ Viele Menschen gehen davon aus, dass Ehepartner automatisch das Recht haben, Entscheidungen für den anderen zu treffen. Das ist jedoch nicht der Fall. Ohne eine formelle Vollmacht kann die Ehefrau oder der Ehemann in rechtlichen Angelegenheiten nicht für den Partner handeln. Eine Vollmacht ist notwendig, um Wünsche und Interessen des Vertretenen zu wahren.
Oder nehmen Sie auch diese Aussage: „Mein Arzt weiß, was richtig ist.“ Obwohl Ärztinnen und Ärzte in der Regel das Wohl ihrer Patienten im Blick haben, sind sie gesetzlich verpflichtet, sich an bestimmte Vorgaben und Richtlinien zu halten. Sie können nicht einfach Entscheidungen treffen, die davon abweichen. Es ist wichtig, dass Patienten ihre Wünsche klar dokumentieren, um sicherzustellen, dass diese im Bedarfsfall beachtet werden. Oft höre ich auch: „Meine Kinder entscheiden schon für mich.“ Eltern glauben oft, dass ihre Kinder im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit automatisch für sie handeln können. Dies ist jedoch rechtlich nicht möglich, es sei denn, es liegt eine entsprechende Vollmacht vor. Ohne diese Vollmacht müssen die Kinder möglicherweise einen rechtlichen Weg beschreiten, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen. Das kann Zeit und zusätzliche Belastungen mit sich bringen. Ohne Dokumente entscheidet auch oftmals das Gericht.
Herr Booken, was ist Ihr abschließendes Fazit?
Mike Booken: Vorsorge ist kein Thema für später – sie ist ein wichtiger Schritt, um Verantwortung für sich selbst und die Familie zu übernehmen. Mit einer klaren Struktur, fachkundiger Begleitung und rechtssicherer Umsetzung lässt sich vieles umsichtig und selbstbestimmt regeln.
In den kommenden Ausgaben unseres Kundenmagazins beleuchten wir jede der vier Säulen der persönlichen Vorsorge im Detail.
Private Banking
Maßgeschneiderte Finanzlösungen und exklusive Leistungen
In einer zunehmend komplexen Finanzwelt ist es uns ein Anliegen, unseren Kundinnen und Kunden nicht nur die besten Produkte anzudienen, sondern auch einen persönlichen und individuellen Service zu bieten. Mit dem Private-Banking-Angebot der KD-Bank möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre finanziellen Ziele noch bewusster zu verfolgen und Ihre Vermögenswerte optimal zu verwalten. Dazu benötigen Sie passgenaue Lösungen und kompetente Partner, die auf Ihre spezifischen Bedürfnisse und Ziele eingehen.
Mehr Infos und Kontakt: www.kd-bank.de/private-banking
Sie haben Interesse? Fordern Sie gerne weitere Informationen an und lassen Sie sich von unseren Ansprechpartner/-innen persönlich und individuell beraten. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
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