Strategische Entwicklung kirchlicher Gebäude
Daten sind die Basis von allem
Das große Interesse am Webinar „Kirchliche Gebäude nachhaltig entwickeln“ der Bank für Kirche und Diakonie im Februar signalisierte deutlich: Die Landeskirchen und Kirchengemeinden haben einen akuten Bedarf an Informationen, wie sie ihre Nachhaltigkeitsziele auch im Gebäudebestand erreichen.
„Mit der Veranstaltung wollten wir die Teilnehmenden vor allem dazu ermuntern, ihren Gebäudebestand zeitnah nachhaltig auszurichten. Entsprechende Strategien und Fortschritte spielen eine zentrale Rolle für die Finanzierung künftiger Neu- und Umbaumaßnahmen“, so Gastgeber Carsten Pierburg, Bereichsdirektor Vertriebs- und Produktmanagement. Die Fachvorträge der beiden KD-Bank-Beratungspartner KIPS und soleo* lieferten viele konkrete Ansatzpunkte und praxiserprobte Tipps, den Gebäudebestand im kirchlichen Besitz zukunftsorientiert zu entwickeln.
Daten vor Taten
Dr. Marion Munz-Krines, Leitung Consulting und Organisationsentwicklung KIPS, erörterte zunächst die große Bedeutung von Daten. Diese spielten für alle Planungs- und Umsetzungsschritte auf dem Weg in Richtung eines nachhaltigen Gebäudebestands die zentrale Rolle. Es gehe um Daten zu den Gebäuden selbst, zur Finanzsituation und zum pastoralen Auftrag der Gebäude. Bevor es an das Erheben von Daten gehe, sollte deren Qualität definiert sein, riet die Referentin. Dann lieferte sie einen Überblick, welche Gebäudedaten idealerweise ermittelt werden sollten: zum baulichen Zustand, zu sämtlichen Flächen, zu Energieverbrauch, -effizienz und Denkmalschutz. Die Expertin schilderte, wie Ehrenamtliche, Hauptamtliche oder auch externe Dienstleister in die Datenerhebung eingebunden werden könnten samt Chancen und Grenzen.
Ein „neutraler, transparenter“ Datenbestand sei für die Bewertung und das weitere strategische Vorgehen der Gliedkirchen unerlässlich – ob im Alleingang oder unter Einbezug von Beratern, so Munz-Krines. Er bilde die Grundlage für die Entwicklung der nachfolgenden Kommunikations- und Beratungsschritte. Die Referentin stellte dazu einige Beispiele aus der Praxis vor und gab begründete Empfehlungen.
Besser ans Ziel durch frühe Mitsprache
Prof. Dipl.-Ing. Kurt Dorn, Geschäftsführender Gesellschafter soleo*, erläuterte zwei Prozessschritte, zu denen das Beratungsunternehmen kirchlichen Trägern rät: zu einem Workshop zwecks Zielfindung und zu einer Machbarkeitsstudie. Ein Workshop sei die beste Gelegenheit, die Wünsche verschiedener interner Interessengruppen einzuholen und zusammenzuführen. Oftmals mache es Sinn, externe Interessengruppen – beispielsweise einen diakonischen Träger oder kommunale Vertreter, wie den Bürgermeister – ebenfalls einzuladen. Das Bauvorhaben erfahre so letztlich eine höhere Akzeptanz.
Dorn riet nachdrücklich zu einer Wettbewerbs- und Standortanalyse im Vorfeld des Workshops, um die künftige Gebäudenutzung auf bereits verfügbare oder absehbare Bedarfe und Angebote im Umfeld abzustimmen. Er lieferte hilfreiche und selbst für Laien gut verständliche Einblicke in das Bauplanungsrecht und andere Rahmenbedingungen. Peer Pleyers, Prokurist soleo*, stellte verschiedene Kriterien für die wichtige Entscheidung zur Frage „Modernisierung oder Neubau?“ vor: Relevant sei unter anderem, wie viel Aufwand eine neue Raumaufteilung verursache. Für viele Sanierungsprojekte könnten öffentliche Förderungen eingeworben werden, so Pleyers. Um sie zu erhalten, spielten Daten zum Energieverbrauch eine maßgebliche Rolle. Anschließend ging Dorn noch auf die Machbarkeitsstudie ein. Sie sei notwendig dafür, die Entscheidungen und Erwartungen mit dem wirtschaftlich und rechtlich Möglichen frühzeitig abzugleichen. Viele konkrete Beispiele erfolgreicher Bauprojekte rundeten die Vorträge der Netzwerkpartner der KD-Bank ab.
Bei allen Fragen zur Finanzierung von Um- und Neubauprojekten unterstützt Sie unser Beraterteam. Gern stellt es auch Kontakt mit den Netzwerkpartnern KIPS und soleo* her.
Veranstaltungstipp:
13. Netzwerktagung Immobilien von KIPS
4.-5. Juni 2025 | Wuppertal
Sie haben Interesse? Fordern Sie gerne weitere Informationen an und lassen Sie sich von unseren Ansprechpartner/-innen persönlich und individuell beraten. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
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